| Regeln und Pflichten geben Menschen Freiheit. Freiheit, die ein Leben ohne Aggression und Gewalt ermöglicht. Regeln und Pflichten festzuhalten und in ethisch universaler Form zu definieren, war von jeher ein Streben der Menschheit - von Totemclans der Naturvölker, über die UN-Menschenrechtscharta oder die Zehn Gebote. Kaum etwas ist so tief verwurzelt wie die Übergabe der Zehn Gebote an Mose auf dem Berg Sinai - ebenso die dazugehörige Szene, wie er, wieder herabgestiegen, sein Volk um das goldene Kalb tanzen sieht. In dieser Spannung zwischen ethischen Normen und ihrem jederzeit gegenwärtigen Bruch leben die Menschen bis heute. Die Zehn Gebote erweisen sich bei genauerer Betrachtung als eine Reduktion grundsätzlicher Regeln, die ein spannungsfreies Miteinander garantieren wollen. Menschen jeder Generation werden sich immer wieder neu fragen, was sie ihnen in ihrer jeweils eigenen Situation mitteilen können. In unserer Epoche der globalen Informations- und Wissensgesellschaft ergeben sich ständig neue Interpretationen der Zehn Gebote und des Tanzes um das goldene Kalb.
Meine Diplomarbeit beleuchtet zeitgemäße Gedankenanstöße und Interpretationen der Zehn Gebote - fern von einer dogmatischen Glaubensdiskussion und bietet Lösungsansätze für ein aggressionsfreieres Miteinander. | |